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Die Anfänge der industriellen Entwicklung Apoldas reichen bis in das 16. Jahrhundert zurück. Bereits 1654 wurden Apoldaer Strick- und Wirkwaren auf der Leipziger Messe gehandelt. |
| Doch von entscheidender Bedeutung für die Herausbildung dieses Industriezweiges war die 1789 von Christian Zimmermann gegründete gleichnamige Firma. |
| Die Einführung moderner Maschinen, zunehmende Industrialisierung und das Entstehen neuer Industriezweige machte Apolda Ende des 19. Jahrhunderts zur bedeutendsten Fabrikstadt des Herzogtums Sachsen-Weimar. |
| 1722 wurde die erste Glockengießerei gegründet, in der, neben mehr als 20.000 anderen, 1923 auch die 24 Tonnen schwere St. Petersglocke des Kölner Doms "Decke Pitter" gegossen wurde. |
| Getragen vom Unternehmergeist und der innovativen Fähigkeit seines tatkräftigen Mittelstandes überwand Apolda auch die durch Wirtschaftskrisen, zwei Kriege und spätere Zwangsverstaatlichung verursachten schweren Rückschläge. |
| Bis in die Gegenwart hat sich Apolda seinen Ruf als Zentrum der Strick- und Wirkwaren sowie des Maschinenbaus bewahrt. Die Entwicklung seit der Wende 1989/90 gibt Anlaß zur Hoffnung für das Erstarken eines leistungsfähigen Mittelstandes. |